Die Ars Electronica in Linz ist eines der weltweit bedeutendsten Festivals für Kunst, Technologie und Gesellschaft. 2022 stand das Festival unter dem Motto „Welcome to Planet B“ – und mittendrin: das Projekt Tangible Past von Marilena Tumler.
Tangible Past: Geschichte greifbar machen
Wie kann man die Geschichte eines Ortes bewahren und teilen, wenn physische Artefakte längst verschwunden sind? Dieser Frage widmete sich Tangible Past. Das interdisziplinäre Projekt vereint Historiker:innen, Designer:innen, Künstler:innen, Game-Designer:innen und Museumpädagog:innen, die gemeinsam mit Mixed Reality und ortsbezogenem Storytelling arbeiten.
Die ausgestellten Rundgänge
Zwei Rundgänge aus dem i.appear-Universum wurden präsentiert:
- Brigantium – Ein Rundgang durch die römische Geschichte der Region. Nutzer:innen erleben das antike Brigantium durch 3D-Modelle, 360-Grad-Videos und animierte Illustrationen direkt vor Ort.
- Barockbaumeister aus dem Bregenzerwald – Die Geschichte der Bregenzerwälder Barockbaumeister, die quer durch Europa Kirchen und Paläste errichteten. Der Rundgang führt unter anderem durch Au im Bregenzerwald.
Medienvielfalt als Schlüssel
Die Präsentationen nutzten die volle Bandbreite der i.appear-Plattform: 360-Grad-Videos, 3D-Modelle, animierte Illustrationen, Podcasts sowie physische Modelle und Darstellungen der Vergangenheit. Diese Kombination aus digitalen und physischen Elementen macht i.appear besonders für Museen, Bildungseinrichtungen und Geschichtenerzähler:innen interessant.
Akademischer Hintergrund
Zum Zeitpunkt der Ausstellung arbeitete Marilena Tumler an zwei Masterarbeiten an der Universität Wien – in Philosophie/Psychologie/Geschichte und in Ethik. Ihre Forschung konzentrierte sich auf den Einsatz von Mixed-Reality-Anwendungen im Geschichtsunterricht, was direkt in die Weiterentwicklung von i.appear einfloss.